Kambodscha 2016 – Alles Roger in Kambodscha Veröffentlicht

Nach einem Jahr Planung, kamen wir komplett erschöpft, aber zugleich auch aufgedreht in Kambodscha an. Trotz gründlicher Vorbereitung jedoch leider ohne einen einzigen Koffer. Nachdem die Kofferfrage geklärt war, wartete Mr. Lee auf uns. Sein Auto würde vermutlich seit Jahren nicht mehr über den deutschen TÜV kommen. Er gab uns während der Fahrt eine kurze Einführung in die Landeskunde Kambodschas und erzählte uns stolz sein Wissen über deutsche Autos. Erschlagen von den ersten Eindrücken, kamen wir dann doch sicher in unserem Hotel, nahe des Russischen Marktes, an. Wir waren zu dritt in einem Familienzimmer untergebracht.

An unserem ersten Arbeitstag suchten wir voller Vorfreude ein TukTuk ( ein typisches asiatisches Fortbewegungsmittel). Trotz guter Verständigung kannte leider keiner den Weg zur Klinik der Cambodia World Family (CWF). Mit dem Stadtplan von Dr. Robert Ogle und einheimischer Hilfe fanden wir dann glücklicherweise zur Klinik. Dort angekommen wurden wir von allen Helferinnen und dem zuständigen Zahnarzt herzlich begrüßt. Mit uns waren in der ersten Woche vier französische Famulanten in der Klinik tätig.

Nach kurzer Einführung, dass sich die Behandlung hauptsächlich auf Extraktion, Füllung, Versiegelung und Prophylaxe bei Kindern bezieht, ging es direkt an die vier Behandlungseinheiten. Pünktlich zu unserem Eintreffen in der Klinik, kam auch unser Spendenpaket an, das wir 2 Wochen zuvor losgeschickt hatten.

Obwohl wir eine Woche lang zu siebt arbeiteten, kam keine Langeweile auf. Durch gegenseitiges Assistieren, abwechselndes Behandeln und der Sprachbarriere, deutsch‐französisch, hatten wir viel Spaß. Schnell klappte auch unsere Kommunikation mit den kleinen Patienten. Die einheimischen Helferinnen konnten zum Großteil übersetzen und die kambodschanischen Grundbegriffe waren auch schnell parat. Ab und zu begrüßten uns die Kinder sogar mit ein paar englischen Wörtern.

Nach Verfliegen der ersten Woche, starteten wir in die zweite Woche allein, ohne die Französinnen. Wir merkten direkt, dass uns wenig Zeit zum Durchatmen blieb, da häufig bis zu 40 Kinder am Vormittag von uns dreien behandelt werden wollten. Spätestens um 12 Uhr war allerdings schon Feierabend, da Dr. Boran nachmittags in seiner eigenen Praxis behandelte. Für uns von Vorteil, da
wir so genug Zeit hatten Land und Leute kennen zu lernen. (Unbedingt Frosch essen! LECKER!!)
Die dritte Woche startete für uns bereits sonntags mit der Fahrt nach Sihanoukville. Wir hatten spontan die Möglichkeit an der Südküste zu arbeiten. Dort befindet sich eine Organisation mit der CWF mehrmals im Jahr zusammen arbeitet. Kinder aus den umliegenden Bergdörfern wurden zur dortigen Klinik gebracht und von uns behandelt. Hier waren wir den ganzen Tag gut mit unseren kleinen Patienten beschäftigt. Zusätzlich trainierten wir fleißig mit den Kindern das zum Teil unbekannte Zähneputzen.

Nach einer arbeitsreichen Woche nutzten wir unsere Reise, um einen Wochenendtrip nach Koh Rong zu unternehmen. Empfehlenswert!
Zurück in Phnom Penh starteten wir unsere letzte Arbeitswoche mit weiterem Besuch. Drei andere
Studenten aus Deutschland und zwei australische Zahnärztinnen leisteten uns Gesellschaft. Wir
organisierten uns wieder in Zweierteams und genossen unsere letzte Behandlungswoche. Generell
hatten wir den Eindruck, dass die Klinik so organisiert ist, dass sich die Gruppen der Freiwilligen immer überschneiden, um erstmal einen Einblick in den Behandlungsablauf vor Ort zu bekommen, um sich zu orientieren. Der Abschied fiel umarmungsreich aus. Die Helferinnen waren uns in der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen.


Gemeinsam hatten wir viel zu Lachen und spaßige Wochen.

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